60 Jahre Erstes Essener Akkordeonorchester

„Frohe Klänge“, die sich entwickelten …
60 Jahre Erstes Essener Akkordeonorchester e. V.

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„Gegründet am 14.12.1952 als „Frohe Klänge“ Essen-West, 1972 umbenannt in „Erstes Essener Akkordeonorchester““ – das sind nur einige Eckdaten aus einer Chronik, in der es eine erfolgreiche Orchesterhistorie zu entdecken gilt. 2012 beging das Erste Essener Akkordeonorchester e. V. nun sein 60. Jubiläum – ein gebührender Anlass, markante Ereignisse und Erlebnisse dieses Traditionsorchesters Revue passieren zu lassen.

„Frohe Klänge“ als Ursprung
Alles nahm seinen Anfang, als der Musiklehrer Heinrich Vrenegor im Jahr 1952 mit einer Auswahl seiner Musikschüler das Akkordeonorchester Frohe Klänge gründete. Und diese „Frohen Klänge“ waren auch nach zwanzig Jahren noch deutlich zu hören, auch wenn der Name dabei nicht das alles Entscheidende war ‒ denn 1972 erfolgte die Umbenennung in das heute seit Jahren bekannte „Erste Essener Akkordeonorchester“.
Die erfolgreiche Vereinsgeschichte wurde viele Jahre nicht nur durch das Hauptorchester geprägt, sondern es waren vor allem auch die Jugend- und Kinderorchester, die durch kontinuierliche Nachwuchsarbeit ihren Teil zur Entwicklung der Orchesterkultur beitrugen. So sind viele der ehemals jungen Spieler, die bereits frühzeitig ihren Platz in einem dieser Orchester gefunden hatten, mittlerweile in das heutige Hauptorchester integriert. Dieses setzt sich zurzeit aus mehr als 30 Spielerinnen und Spielern zusammen.
Unter der Stabführung der jeweiligen Dirigenten entwickelte sich das Orchester musikalisch stets weiter. Insbesondere durch die breit gefächerten Kontakte in alle Welt bildeten sich langjährige Freundschaften zu Partnerorchestern und daher auch Möglichkeiten, international Konzerte zu geben. Das Orchester kann mit Stolz auf zahlreiche Auftritte in Brasilien, Russland, Finnland, Ungarn sowie Polen verweisen. Über diese Konzertreisen hinaus nimmt es seit 1986 regelmäßig am „World Music Festival“ in Innsbruck teil und konnte hier bereits einige hervorragende Platzierungen erringen. 2010 bewies das Orchester in Innsbruck sein Leistungsvermögen erstmalig in der Höchststufe und wurde prompt mit dem Höchstprädikat „Hervorragend“ ausgezeichnet.
Die stetige Weiterentwicklung ist ein charakteristisches Kennzeichen dieses Traditionsorchesters; vor allem aber haben die Konstanz und der langjährige Zusammenhalt der Spielerinnen und Spieler dazu geführt, dass 60 Jahre nach der Gründung der Frohen Klänge im Jahr 2012 ein großes Jubiläum gefeiert werden konnte.

Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2012
Dieses Jubiläum sollte nicht nur an einem bestimmten Datum im Fokus stehen, sondern es war der Wunsch aller Mitglieder, das 60-jährige Bestehen über das gesamte Jahr hinweg zu feiern.
Den Auftakt bildete im Februar 2012 die Konzertreihe „Akkordeon trifft Kirche“ in Essen und Dortmund. Auch ein ausnahmsweise „akkordeonfreies“ Sommerfest dürfte bei allen Vereinsmitgliedern, egal ob aktiv oder passiv, dazu beigetragen haben, dass das Jubiläumsjahr sicherlich noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird.
In der Zeit vom 21. bis 23. September stand ein Besuch beim Akkordeonorchester Untergrombach auf dem Programm. Vor allem durch das Gemeinschaftskonzert vor ausverkauftem Haus zählte er zu den ganz besonderen Highlights (s. a. mAO 5/2012). Bei dieser Gelegenheit wurde die von Dirigent Jochen Driesen für Akkordeonorchester bearbeitete Ouvertüre zu Ludwig van Beethovens „Die Geschöpfe des Prometheus“ als Erstaufführung präsentiert.
Mit dem Festkonzert im November wurde das 60. Jahr in der Vereinsgeschichte feierlich abgerundet durch einen Gastauftritt von Prof. Jürgen Löchter; Löchter präsentierte als Uraufführung ein eigens zum Orchesterjubiläum von ihm komponiertes Werk mit dem Titel „Essen Impressions“ in virtuoser Darbietung.
Auch wenn das Jubiläumsjahr 2012 nun zu Ende geht, dürften dennoch sämtliche Akteure mit großer Freude in die Zukunft und auf all die noch zu erwartenden Herausforderungen schauen. So wird im Mai 2013 vor allem mit der erneuten Teilnahme am World Music Festival in Innsbruck die erfolgreiche Geschichte des Orchesters weitergeschrieben.
Ein langfristiges und grundsätzliches Ziel ist somit bereits avisiert ‒ nämlich weiterhin erfolgreich Akkordeon zu spielen. Um den Fortbestand des Orchesters zu sichern und auszubauen, will das Erste Essener Akkordeonorchester weiter dem allgemeinen (und vor allem auch notwendigen!) Trend folgen, Musikerinnen und Musiker zu begeistern und in das Orchester zu integrieren. Schließlich sollen auf die ersten erfolgreichen 60 Jahre noch viele weitere musikalisch ereignisreiche Jahre folgen …!

aus: mAO – Das Magazin für Akkordeon Orchester, Heft 06-2012; S. 35f.