Besuch aus Untergrombach

Am 2.6.2011 war es endlich soweit. Nach langer Planung und Vorfreude durften wir unsere Gäste, die beiden Akkordeonorchester aus Untergrombach mit ihrem Dirigenten Wolfgang Pfeffer, bei uns willkommen heißen.

Alle waren aufeinander gespannt, denn persönlich kannten sich nur die wenigsten. Nach dem 3-stündigen Konzert des EEAO im Pavillon des Essener Gruga-Parks, trafen die ca. 50 badischen Akkordeonisten begleitet von der DHV Landesvorsitzenden und ehemaligen Dirigentin des EEAO, Isolde Alka, ein. Es wurden die ersten Stunden beim gemeinsamen Abendessen verbracht sowie  rege „Kontakte geknüpft“. Die Vorfreude auf das Wochenende sowie das Gemeinschaftskonzert war perfekt.

Am Freitag morgen ging es per Stadtrundfahrt durch Essen. Einige Spieler des EEAO schlossen sich hier gerne an. Kruppstahl, Rathaus, Innenstadt, Margaretenhöhe sowie Baldeneysee und Villa Hügel wurden mit dem Bus des Akkordeonorchesters Untergrombach und einer eigens hierfür gebuchten Stadtführerin erkundet.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging die Sightseeingtour durch die Kulturhauptstadt weiter. Eine große Gruppe von aktiven und passiven Spielern und Angehörigen des EEAO erwartete die Untergrombacher an der Zeche Zollverein. In drei Gruppen ging es dann zu „Kohle und Kumpel“ unter und über Tage, durch die einst größte Steinkohlezeche der Welt.

Am Samstag fand dann das Gemeinschaftskonzert „impressionen“ in der Aula des Essener Burggymnasiums statt. Das EEAO unter der Leitung von Jochen Driesen eröffnete das Konzert mit  der Ouvertüre „La forza del destino“ von Giuseppe Verdi. Das Publikum dankte mit langanhaltendem Applaus. Der darauf folgende „Marsch in B“ von Sergej Prokofiev, ein Querschnitt aus  Andrew Lloyd Webbers „Cats“ sowie die „Impressions“ von Hans-Günther Kölz komplettierten den ersten Teil. Das Publikum forderte schon vor der Pause die erste Zugabe.

Nach der Pause spielte das 1. Orchester des Akkordeonorchester Untergrombach unter der Leitung von Wolfgang Pfeffer den „Danzón No. 2“ (die inoffizielle 2. Nationalhymne von Mexiko) von Arturo Marquéz. Die darauf folgenden Filmmusiken zu „Ben Hur“ und „Gladiator“ rissen das Publikum mit.

Das 2. Orchester des Akkordeonorchester Untergrombach, ebenfalls unter der Leitung von Wolfgang Pfeffer, welches im Jahr 2007 beim World Harmonica Festival in Innsbruck wiederholt den ersten Platz belegte, nahm nach kurzer Umbaupause auf der Bühne Platz. Es spielte die „Drei Impressionen“ von Paul Kühmstedt, die das Orchester auch gerade als eines von 2 Werken für den Deutschen Orchester Wettbewerb (DOW) vorbereitet. Auch „Mars – the Bringer of War“  aus den  „Planeten“ von Gustav Holst, „Galopp“ von Aram Katchaturian und„Tanz der Narren“ von Nicolai Rimski-Korsakow sowie der temperamentvolle „Mambo“ von Leonard Bernstein wurden beeindruckend dargeboten und begeisterten das Publikum bis hin zu Standing Ovations. Natürlich wurde das Orchester nicht ohne Zugabe von der Bühne entlassen.

Nach dem erfolgreichen Gemeinschaftskonzert, trafen sich dann beide Orchester zur gemeinsamen  After-Concert-Party, um den Abend gebührend zu feiern und eine wirklich tolle Zeit ausklingen zu lassen. Bei gutem Essen und Getränken wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Der Abschied fiel schwer und man war sich einig, dass dies sicher nicht das letzte Treffen der beiden Gruppen war und ein Gegenbesuch im badischen Untergrombach nicht lange auf sich warten lassen dürfte.

Akkordeon trifft Kirche 2011

Mit „Akkordeon trifft Kirche“ startete das EEAO eine neue Konzertreihe mit Titeln, die den besonderen Klangkörper Akkordeonorchester mit der faszinierenden Akkustik in Kirchen auf interessante Weise kombinieren.

Originalwerke für Akkordeonorchester und Bearbeitungen von bekannten und unbekannten Leckerbissen hatte das EEAO vorbereitet und musizierte auf höchstem Niveau. Das Publikum genoss sichtbar und beim Applaus auch hörbar begeistert die verschiedenen Darbietungen.

Auch für die „alten Hasen“ der Szene war noch so manche Überraschung dabei. Jochen Driesen hatte die Ouvertüre zu Verdis „Die Macht des Schicksals“ für das EEAO bearbeitet. Die Uraufführung zeigte ein gelungenes Klangbild und weckte die Spielfreude des Orchesters, das dieses Werk wohl noch länger im Repertoire haben wird.

Das Programm wurde an einem Wochenende im Januar gleich zweimal in verschiedenen Kirchen in Essen und Dortmund gespielt und war für das EEAO ein gelungener Start ins neue Jahr.

Ein Wiederholung in 2012 – dann mit neuen Titeln – ist bereits in Vorbereitung.

Riesen Erfolg für das EEAO in Innsbruck

Beim 10. INTERNATIONAL WORLD MUSIK- Festival in Innsbruck erspielte sich das EEAO in der Höchststufe – ehemals „Kunststufe“ – den 13. Platz und das höchste zu erreichende Prädikat „hervorragend“.

Zum 5. Mal machte sich das Erste Essener Akkordeon Orchester 13.-16. Mai 2010 auf den Weg nach Innsbruck, um am internationalen World Music Festival teilzunehmen. Mehr als 300 Orchester mit über 10.000 Teilnehmern treffen sich alle drei Jahre vor der alpenländischen Kulisse, um sich dem internationalen Vergleich zu stellen.

Die Essener starteten zum ersten Mal in der Höchststufe, in der die größten technischen und musikalischen Anforderungen gestellt werden.  Unter der Leitung von Jochen Driesen wurde vor der fachkundigen Jury als Wertungsstück die Suite für Akkordeonorchester von Rudolf Bruci zu Gehör gebracht. Diese vergab mit der Bewertung „hervorragend“  das höchste zu erreichende Prädikat an die Essener Musiker , die sich mit einem 13. Platz in das obere Drittel der besten Akkordeonorchester der Welt spielten. Mit dieser Leistung konnte das Akkordeon-Orchester an den Erfolg beim Landeswettbewerbes NRW in Bielefeld im Mai 2009 anknüpfen, bei dem  die Essener Spieler mit diesem Werk bereits den 2. Platz gewannen.

Der Wettbewerbserfolg war der Lohn intensiver Probenarbeit, bei der die Musiker so manches Wochenende und manchen Abend in den vergangenen Monaten verbrachten. Doch bei aller Arbeit steht der Spaß, nicht nur am Musizieren, immer im Vordergrund. So wurde auch das Rahmenprogramm des Festivals gerne genutzt, um nicht nur die Finger, sondern auch das Tanzbein in Schwung zu halten und Kontakte zu Musikern aus ganz Europa zu knüpfen.  Die festliche Preisverleihung im Innsbrucker Olympiastadion rundete die ereignisreiche Orchesterreise ab.